Investition in Oranienburgs Zukunft: Baustart für das neue Umspannwerk
05.05.2026
– Im März 2026 erfolgte der Baustart für das Umspannwerk der Stadtwerke als wichtiges Infrastrukturprojekt in Oranienburg
– An den Investitionskosten von 34,5 Millionen Euro beteiligt sich die Stadt mit 13,8 Millionen Euro
– Bürgermeisterin informiert sich und zeigt sich erfreut über den Baufortschritt und die Lieferung erster Baukomponenten
Auf dem Gelände laufen schon umfangreiche Erdarbeiten. Seit Ende März 2026 bauen die Stadtwerke auf ihrem Grundstück zwischen der Straße An den Eichen und Thaerstraße im westlichen Teil von Oranienburg ihr eigenes Umspannwerk. Auf dem Areal wird derzeit eine Baugrube vorbereitet, damit dort Ende Mai die Bodenplatte für das künftige Schaltgebäude des Umspannwerks gegossen werden kann.
In den vergangenen Monaten ist dank der vorausschauenden Planung durch die Stadtwerke aber sehr viel mehr geschehen. „Wichtige Komponenten für das Umspannwerk haben wir EU-weit ausgeschrieben. Sie sind im Energiesektor knapp und nur schwer zu bekommen. Aufträge gingen daher nach Slowenien und Tschechien, weil kein deutscher Hersteller unsere Anforderungen und geplante Lieferzeiten erfüllen konnte “, sagt Peter Grabowsky, Geschäftsführer der Stadtwerke Oranienburg. „Mit unserem Umspannwerk sichern wir eine verlässliche und stabile Stromversorgung für die nächsten Jahrzehnte. Neben Strom für Gewerbe und Industrie können wir den Oranienburgerinnen und Oranienburgern die erforderlichen Kapazitäten für Wärmepumpen und Elektromobilität zur Verfügung stellen.“
In der slowenische Hauptstadt Ljubljana wurden zwei Transformatoren für das Umspannwerk produziert, jeder mit einer Leistung von bis zu 80 Megawatt. „Die Trafos sind das Herzstück des Umspannwerks. Wir haben die Spezialtechnik dort beschafft, wo das attraktivste Preis-Leistungs-Verhältnis besteht, um die beste Technik und die beste Lösung nach Oranienburg zu holen“, erklärt Projektleiter Indrevos Gül von den Stadtwerken. Die Trafos werden künftig die Spannung von 110 kV aus dem vorgelagerten Netz auf 20 kV für das Oranienburger Ortsnetz heruntertransformieren. Sie wurden Ende 2025 im slowenischen Werk geprüft und von den Stadtwerken technisch abgenommen. Im September sollen die Trafos mit einem Schwerlasttransport nach Oranienburg gebracht und aufgestellt werden. Zu den wichtigen Bausteinen für das Umspannwerk zählen auch sogenannte Hochspannungs-Trenner. Sie wurden zu Dutzenden im tschechischen Pilsen produziert. Dort erfolgte im März 2026 ebenfalls die technische Werksabnahme.
Bei einer Baustellenbegehung hat sich Oranienburgs Bürgermeisterin Jennifer Collin -Feeder am Dienstag über die Planung und den Baufortschritt für das Umspannwerk informiert. Begleitet wurde sie von Burkhard Wilde, Vorsitzender des Aufsichtsrats der LE.O Gr uppe, und Pascal Mundt, stellvertretender Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Mit der Baustellenbegehung hat die Bürgermeisterin zugleich ihre Reihe von Unternehmensbesuchen fortgesetzt.
„Vom neuen Umspannwerk geht eine Signalwirkung für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt aus. Oranienburg benötigt künftig mehr Strom, damit wir den Zuzug nach Oranienburg, die Erschließung neuer Wohnquartiere, die Entwicklung neuer Wirtschaftsstandorte sowie die Energie- und Mobilitätswende bewältigen können. Das Umspannwerk gibt den Unternehmen in Oranienburg auch die Sicherheit der zukünftigen Energieversorgung, und ist somit eine Voraussetzung für große Investitionen und neue Arbeitsplätze“, so die Bürgermeisterin. „Ich danke den Stadtwerken für den Einblick, den ich mir vor Ort verschaffen konnte , und allen an diesem Projekt Beteiligten für ihren Einsatz.“
Olaf Lüke, Geschäftsführer der LE.O Gruppe, zu der die Stadtwerke gehören, ergänzt: „ Moderne Netzinfrastruktur ist die Voraussetzung für die Nutzung von erneuerbaren Energien. Es gibt reichlich grünen Strom in Brandenburg. Den wollen wir hier auch lokal nutzen. Nachhaltig kann er nur über unser neues und leistungsfähiges Umspannwerk in das Netz der Stadt Oranienburg gelangen. Wir investieren in die Zukunft und sichern das Wachstum der Stadt, die Entwicklung von neuen Gewerbestandorten und damit das Entstehen neuer Arbeitsplätze.“
Die Baugenehmigung für das Umspannwerk hatte der Landkreis Oberhavel im Dezember 2025 erteilt. Das neue Umspannwerk ist auf die Zukunft Oranienburgs mit heute mehr als 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ausgerichtet und ermöglicht den Stadtwerken künftig eine Verdopplung der Stromabnahme aus dem vorgelagerten Hochspannungsnetz. Zudem bietet es Platz für Erweiterungen. Neben den elektrotechnischen Anlagen, zu denen Transformatoren und Hochspannungs-Trenner gehören, wird auch ein flaches, eingeschossiges Funktionsgebäude errichtet.
Bei der Beschaffung von technischen Komponenten und im Bauablauf für das Umspannwerk werden für die Stadtwerke immer mehr auch die Auswirkungen internationaler Konflikte und die Herausforderungen im Energiesektor spürbar. Nach derzeitiger Planung wird mit einer Fertigstellung des Umspannwerks Ende 2027/Anfang 2028 gerechnet.
Die Gesamtinvestitionen für das Umspannwerk betragen rund 34,5 Millionen Euro. Von diesen Gesamtkosten stellt die Stadt 13,8 Millionen Euro ihren Stadtwerken als Eigenkapital zur Verfügung.
Zusätzliche Informationen: www.stadtwerke-oranienburg.de/zukunft
